One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

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Bill Anz
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Bill Anz »

Heute ist im Handelsblatt ein Artikel erschienen
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Stefan Loipfinger
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Re: One Group: Anlegerbeirat als Feigenblattnummer

Beitrag von Stefan Loipfinger »

Die AnlegerInnen erhalten aktuell die Schreiben von ProReal Europa 9 und 10 mit der Aufforderung, sich evtl. als Anlegerbeirat zur Verfügung zu stellen. Man möchte "durch die freiwillige Etablierung dieser Anlegerbeiräte den erlittenen Vertrauensverlust bei Anlegern und Vertriebspartnern durch ein hohes Maß an Transparenz soweit wie möglich ausgleichen". Dazu soll der Anlegerbeirat eine transparente Kommunikation zwischen AnlegerInnen, ihren Vertretern und den Emittenten über das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der SCF 4 sicherstellen. Dass das alles kompletter Nonsens ist und am Ende nur eine Feigenblattnummer ist, zeigt ein einziger Halbsatz zu den Voraussetzungen für die Teilnahme am Anlegerbeirat:
  • ca. 1,5 Stunden Zeit pro Monat (17:00-18:30 Uhr)

NIEMAND - auch nicht der größte Experte - kann mit diesem Zeitaufwand eine ernst zu nehmende Rolle als Anlegerbeirat ausüben!
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Re: One Group: Anlegerbeirat als Feigenblattnummer

Beitrag von mopswombard »

Stefan Loipfinger hat geschrieben: Di 30. Apr 2024, 14:05 Die AnlegerInnen erhalten aktuell die Schreiben von ProReal Europa 9 und 10 mit der Aufforderung, sich evtl. als Anlegerbeirat zur Verfügung zu stellen. Man möchte "durch die freiwillige Etablierung dieser Anlegerbeiräte den erlittenen Vertrauensverlust bei Anlegern und Vertriebspartnern durch ein hohes Maß an Transparenz soweit wie möglich ausgleichen". Dazu soll der Anlegerbeirat eine transparente Kommunikation zwischen AnlegerInnen, ihren Vertretern und den Emittenten über das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der SCF 4 sicherstellen. Dass das alles kompletter Nonsens ist und am Ende nur eine Feigenblattnummer ist, zeigt ein einziger Halbsatz zu den Voraussetzungen für die Teilnahme am Anlegerbeirat:
  • ca. 1,5 Stunden Zeit pro Monat (17:00-18:30 Uhr)

NIEMAND - auch nicht der größte Experte - kann mit diesem Zeitaufwand eine ernst zu nehmende Rolle als Anlegerbeirat ausüben!
Das ist halt die unterschiedliche Interpretation der Aufgabe eines Anlegerbeirates zwischen Ihnen (stehend für Anlegerinateressen) und der Gesellschaft.

Die Aufgaben sind doch klar umrissen , siehe Punkt 2 :x und die sind dann locker in der Zeit zu schaffen.

Wenn er, wie z.B. bei Leonidas, wirklich etwas bewegen will, dann ist dies ein Fulltimejob in den ersten Monaten. Das verringert sich erst dann, wenn er alle Abläufe aus der Vergangenheit geprüft hat und die tägliche Routine eintritt. Die ist dann vielleicht wirklich in so einem Zeitrahmen zu erledigen. Das setzt aber auch voraus, das der Laden läuft und es sich nicht um eine Insolvenz oder Umschuldung handelt.
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Marc Gericke
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Marc Gericke »

Sorry, da muss ich widersprechen. Der Zeitaufwand von 1,5h ist für die Teams-Sitzungen angesetzt. Die Analyse dessen, was man dann seitens der OneGroup gedenkt vorzulegen, sind da zeitlich noch gar nicht erfasst. Wir reden um ca. 30 einzelne Projekte, die die Analyse umfassen muss. Dann reden wir über einen Insolvenzplan auf der Ebene der SC4, der erstellt werden soll und der den AnlegerInnen schmackhaft gemacht werden soll. Allein ein solcher Plan hat gern mal hundert Seiten. Dann erwarteten man vom Beirat eine Stellung als Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Anlegern und Sprachrohr - vgl. § 1. Aus anderen Verfahren weiß ich, wie viele AnlegerInnen da - zu Recht - Fragen haben werden. Bei Sono Motors hat das dazu geführt, dass ich nach Vorlage des Insolvenzplanes 4 Tage (!) nichts andere gemacht habe, als (dort) Käufern den Insolvenzplan zu erläutern.

Das alles ist mit einem Aufwand von 1,5 h nicht zu bewerkstelligen.
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Stefan Loipfinger
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Stefan Loipfinger »

Marc Gericke hat geschrieben: Do 2. Mai 2024, 07:06 Das alles ist mit einem Aufwand von 1,5 h nicht zu bewerkstelligen.
Eben nur, wenn man sich außerhalb der monatlichen Teamssitzung überhaupt nicht damit beschäftigt. Genau das ist die Intention von One Group/Soravia. Eine Feigenblattnummer!

Übrigens sollten AnlegerInnen auch darüber nachdenken, welche Verantwortung sie bei einer Teilnahme im Anlegerbeirat übernehmen. Denn uns ist ja wohl allen klar, was passieren wird: SORAVIA präsentiert den AnlegerInnen ein "großzügiges" Angebot, bei dem mehr als die derzeit im Raum stehenden 1,7 Prozent raus kommen könnten. Der Anlegerbeirat soll dann eine Empfehlung dafür aussprechen und damit den Insolvenzplan absegnen. Allen anderen AnlegerInnen wird dann die Empfehlung des Anlegerbeirats präsentiert und so deren Zustimmung schmackhaft gemacht. Was passiert wohl, wenn von den 11.000 AnlegerInnen am Ende bei der Suche nach möglichen Anspruchsgegnern jemand auf die Idee kommt, den Anlegerbeirat für seine Empfehlung in Anspruch zu nehmen?
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von mopswombard »

Marc Gericke hat geschrieben: Do 2. Mai 2024, 07:06 Sorry, da muss ich widersprechen.

Das alles ist mit einem Aufwand von 1,5 h nicht zu bewerkstelligen.
Da haben Sie mich missverstanden. Ich habe ja ausgeführt, das dies nicht geht.

Der Punkt von Herrn Loipfinger mit der Haftung ist sehr richtig. Wird der Beirat nicht durch eine Versicherung seitens der Gesellschaft abgesichert oder wie läuft dies in der Praxis?
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Marc Gericke
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Marc Gericke »

Mein Fehler....mea culpa.....

Also wenn man es richtig macht, also z.B. bei einem Gläubigerausschuss wird die Haftpflichtversicherung extra abgeschlossen und aus der Masse bezahlt. Also dass es hier so etwas geben soll, davon ist mir nichts bekannt. Das ist ja einer der Punkte, den wir kritisiert hatten.
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von mopswombard »

Marc Gericke hat geschrieben: Do 2. Mai 2024, 09:23 Mein Fehler....mea culpa.....

Also wenn man es richtig macht, also z.B. bei einem Gläubigerausschuss wird die Haftpflichtversicherung extra abgeschlossen und aus der Masse bezahlt. Also dass es hier so etwas geben soll, davon ist mir nichts bekannt. Das ist ja einer der Punkte, den wir kritisiert hatten.
Danke.

Ich sehe das Problem darin, das nicht alle Anleger den gleichen Kenntnisstand haben werden und dementsprechend anfällig für eine Teilnahme sind.
Wäre es nicht sinnvoll, das diese Thematik durch Sie etc. pointiert in diversen Zeitungen zum Besten gegeben würde?
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Freddy »

zum geplanten Anlegerbeirat bei Pro Real 9 und 10 habe ich heute an den Geschäftsführer meine Meinung wie folgt mitgeteilt:
An
Pro Real Europa
Herrn Geschäftsführer Joachim Winter
Mail: [email protected]

Schreiben Pro Real 9 und 10 vom 30.04.2024 zur Information über die Installation eines Anlegerbeirats für Pro Real 9 und Pro Real 10

Sehr geehrter Herr Winter,

Wir sind am Pro Real 9 und 10 beteiligt.

Ihr Schreiben vom 30.04.2024 haben wir heute gelesen. Ich kann das ganze leider nicht ganz ernst nehmen. Sie wollen einen Anlegerbeirat ohne jede Rechte und Befugnisse mit 1,5 Std. Arbeit pro Monate installieren. Sie machen genaue Vorgaben, wer da gewählt werden darf und was die gewählten Beiräte dürfen – eigentlich nichts. Das ist doch eine Farce. Haben Sie von Der Anlegerbeirat wäre doch nur ein Sprachrohr der Geschäftsführung und soll den Anlegern die Höhe der Verlust beibringen. Können Sie das nicht selbst machen oder eine Sekretärin beauftragen? Warum geben Sie nicht gleich mal eine Schätzung der Höhe der Verluste ab? Oder haben Sie noch gar keinen Überblick/Durchblick/ Zahlen/Übersicht/ Erkenntnisse

Meiner Meinung können wir uns solche unsinnigen Aufwendungen ersparen. Ich bin entschieden gegen einen Anlegerbeirat unter diesen Voraussetzungen (Auflagen, keine Befugnisse und keine Vertreter der SdK usw.). Ich denke, dass Sie damit nicht durchkommen und hoffe auf die Ablehnung der Anleger

Hochachtungsvoll
....... Freddy...., Geschädigter
Jürgen Seybusch
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Jürgen Seybusch »

Ich bin mit meiner Frau mit über 250 T€ offenen Zahlungen bei 7,9, und 10 dabei. Ich bin jetzt der SdK beigetreten und man sollte sich da versammeln. Stefan Loipfinger hat richtig viel Ahnung und arbeitet da mit. Das der Beirat so ausgebremst wird deswegen, damit keine Aufklärung erfolgen soll. Ich hatte schon bei der Fusion schon ein ganz schlechtes Bild, ich bin schon seit 2013 dabei. Aber auch bei der Isaria gab es merkwürdige Dinge am Anfang. Die SdK ist wohl hoffenlich auch von aussen druckstark.
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Marc Gericke »

So langsam merken auch einige Anleger, was der Beirat eigentlich soll.....im Grunde nichts.....die Kollegen von der SdK und ich haben Stunden in Videokonferenzen zugebracht, ohne das dabei was belastbares herausgekommen wäre. Unseren Vorschlag, einen Gläubigerausschuss auf der Ebene der SCF4 zu installieren (was mit bissl Willen rechtlich möglich gewesen wäre), wurde abgelehnt.....daher habe auch ich mich dagegen entschieden. Wirkliche Informationen sind da zumindest nach meiner Einschätzung nicht zu erwarten.

Da hilft es auch nichts, dass man Seitens der oneGroup die SdK und auch mich im Schreiben vom 30.04.2024 als "wenig konstruktiv" darstellt. Jeder kann sich nun ja selbst ein Bild von diesem geplanten Beirat machen. Ich habe dazu auch nochmal was auf Anwalt.de geschrieben, was ich nachfolgende ausnahmsweise mal verlinke, weil der Post sonst zu lang werden würde....

https://www.anwalt.de/rechtstipps/prore ... 26155.html
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Freddy »

Die Sache mit dem Beirat der Pro Real Gruppe 9 und 10 sehe ich genau so "sinnlos" wie schon in vorherigen Beiträgen ausgedrückt. Ich habe das heute dem Geschäftsführer der Pro Real, Herrn Joachim Winter wie folgt mitgeteilt:
Anleger K11438 Pro Real 9 und Pro Real 10 22.05.2024
An Pro Real 9 und 10,
Herrn Geschäftsführer
Joachim Winter
Abdruck: Investment-Check Forum u.a.

Schreiben Pro Real vom 17.05.24 zur Wahl eines Anlegerbeirats
Hier: Meinung eines Anlegers von Pro Real 9 und 10 – zur Aufgabe des Anlegerbeirats


Sehr geehrter Herr Winter, Sehr geehrte Damen und Herren,
Wie bereits mitgeteilt, darf ich zur Wahl des Anlegerbeirats erneut meine Meinung dazu mitteilen. Herr Winter hat es im Anschreiben zur Wahl des Beirats gut und treffend formuliert: Der Anlegerbeirat ist ein Informationsgremium ohne Entscheidungsfunktion
Wer stellt sich für so eine Marionetten-Funktion für die Geschäftsführung von Pro Real zur Verfügung? So lukrativ scheint diese einfache Aufgabe der Gesellschafterinformation doch nicht zu sein, dass sich so viele Bankkaufleute und Finanz- und Anlageberater wie auch Bauarbeiter bis Dipl.Ing zur Wahl stellen. Ich werde mir diese Wahl auf jeden Fall ersparen. Leider wird auch nicht gefragt, ob die Anleger überhaupt einen Beirat mit solchen Aufgaben haben wollen. Pro Real setzt den Beirat ein und gibt gleich vor, dass er nichts zu sagen und nicht zu entscheiden hat. Für eine Aufgabe der reinen „Anleger-Information“ braucht man keinen Beirat. Das kann die Sekretärin des Geschäftsführers genauso erledigen und ist viel weniger aufwändig.
Im dritten Absatz des Anschreibens von Herrn Winter ist gleich eine falsche Formulierung: Es sollte heißen: Die Aufgaben des Anlegerbeirats…. nicht das „Ziel“. Das Ziel ist die Erwartung und der Auftrag der Geschäftsführung.
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Marc Gericke
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Re: One Group: Erste Insolvenz nach Aussetzung der Zinszahlung

Beitrag von Marc Gericke »

Das genau ist der Punkt, weswegen ich dafür nicht (mehr) zur Verfügung stehe. Es zeichnete sich relativ schnell ab, dass das genau in diese Richtung geht. Man bekommt nur die Informationen, die dem Beirat "zugeteilt" werden mit dem Verweis darauf, die Anleger hätten keinen Rechtsanspruch auf irgendwelche Informationen aus den Objektgesellschaften. Das kann man so sehen, muss man aber nicht.

Also muss es es eben auf andere Weise gehen und genau deshalb bereite ich Klagen gegen Prospektverantwortlichen der Fonds vor. Nach meiner Einschätzung war nämlich von Anfang an klar, das die Gelder in Soravia-Projekte fließen sollten. Steht nur eben so nicht im Prospekt. Das hätte im Übrigen auch ein Anlageberater erkennen können, denn das ergab sich aus anderen Unterlagen die die AnlegerInnen hatten.

Aus gegebenem Anlass: Gestern habe ich zwei Anfragen zu einem Angebot für eine kostenlose Durchsetzung der Ansprüche gegen die "Verantwortlichen der Soravia" und die Wirtschaftsprüfer wegen der Mittelverwendungskontrolle. Das bezieht sich jedoch nur auf die außergerichtliche Tätigkeit. Ich persönlich habe noch in solchen Fällen noch nie erlebt, dass da ohne Gerichtsverfahren freiwillig irgendwas gezahlt worden wäre.
Marc Gericke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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